Dabei ist es auch notwendig, das Bett bei längerem Wachliegen und Grübeln zu verlassen, um einen sogenannten „Grübelstuhl“ aufzusuchen und das Bett nur zum Schlafen zu verwenden. auch für die mittlerweile kaum mehr zu überschauenden Berichten über den Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Mortalitätsrisiko. Kleinkinder und Jugendliche vor der Pubertät sollten etwa zehn bis zwölf Stunden schlafen, bei jungen Erwachsenen beträgt die durchschnittliche Schlafdauer sieben bis acht Stunden. Diese gelten als sicherer in der Anwendung und zeigen weniger Abhängigkeits- und Toleranzpotenzial als ähnlich wirksame Benzodiazepine. Eine Diagnostik von Schlafstörungen sollte ausschließlich nach den Kriterien eines anerkannten Klassifikationsschemas erfolgen. ; Soc Neurosci 2017; 12(5):551–559; Schoenenberger GA et al. Doch erst aufwendige Studien in jüngster Zeit konnten den wissenschaftlichen Beweis für die schlafmodulierende Wirkung von Phytotherapeutika erbringen. Phytotherapeutika können bei der Behandlung von leichten und vorrübergehend auftretenden Schlafstörungen vor allem bei Kindern und Senioren hilfreich sein. Systematisiert und in ganzheitliche Behandlungskonzepte eingebettet wurde dieses Wissen in der Schlafdiätetik des Mittelalters. Daher sind Belohnungen (sogenannte positive Verstärker) beim Erreichen von Zwischenzielen wesentlich. Zusammenfassend bedarf es weiterer gut konzipierter und durchgeführter Forschung, um die Evidenz für den Gebrauch dieser Maßnahmen zur Verbesserung des Schlafes bei schwer kranken Erwachsenen zu stärken. Der Traum 2.1 Der Traum in der Psychoanalyse 2.2 Traumphysiologie 3. Wichtig sind regelmäßige Treffen und das systematische Durcharbeiten von Erfolgen und Misserfolgen bei der Umsetzung der Therapieziele. Besonders für ältere Menschen ist dies wichtig. Dies geschieht in der Regel durch das Protokollieren von Problemsituationen mit den dabei gezeigten Verhaltensweisen (Beispiel: Was tue ich, wenn ich nicht einschlafen kann?). Brigitte Holzinger, Gerhard Klösch: „Schlafstörungen“. 2007, 2010; Capuccio et al. durch das Tragen von Aktivitätstracker oder Aktometer über mehrere Tage/Wochen) diagnostiziert werden. Vor allem Kleinkinder können sehr unleidlich und fordernd sein, wenn Bezugspersonen mitunter von der Alltagsroutine des Zubettbringens (inklusive Gute-Nacht-Geschichte) abweichen wollen. ; Psychother Psychosom 2006; 75(4):220–228, Gerhard Klösch, MSc (CliniCum neuropsy 2/18). Weitgehend unklar hingegen ist der therapeutische Einsatz des Neuropeptids Orexin/Hypokretin, das neben der Appetitregulation auch eine wichtige Rolle bei der Steuerung des Schlaf-wach-Rhythmus spielt. Normalerweise versuchen wir die Ergebnisse von ähnlichen Studien für jede Maßnahme zu poolen, dies war aber schwierig, weil das Design der Studien sehr unterschiedlich war. CliniCum Neuropsy, Sonderheft 2013), sodass an dieser Stelle auf eine ausführliche Darstellung verzichtet werden kann. 2016). Schlafrestriktion) angeboten. Wien 2013: Goldegg Verlag; Holzinger B & Klösch G: Schlafstörungen. Springer-Verlag 2018. Das Ziel dieser doch sehr aufwendigen physiologischen Messungen ist die eindeutige Zuordnung der gezeigten Symptome zu einer bekannten Kategorie von Schlafstörungen. Ähnliches gilt für sogenannte Lagepositionstrainer zur Verhinderung des Schnarchens in bestimmten Schlafpositionen (z.B. Lange Schlafzeiten sind häufig ein Merkmal für das Vorliegen einer organischen Grunderkrankung, vor allem dann, wenn Atemstillstände oder motorische Automatismen die Schlafkontinuität stören (Schlagwort : fragmentierter Schlaf ). Die Studien berichteten nicht genau über unerwünschte Wirkungen, allerdings fand sich Evidenz von niedriger Qualität, dass die Beatmungsart möglicherweise gewisse unerwünschte Wirkungen beeinflusst, die auftreten können, wenn Personen beatmet werden. sind kognitiv-behaviorale Methoden erfolgreich, wie Studien von Taylor u. Pruiksma (2014) und Geiger-Brown et al. Wenn auch ein Großteil der Beschwerden nach einer Nacht mit erholsamem Schlaf verschwindet, so zeigen chronisch Schlafgestörte eine Reihe schwerwiegender Befindlichkeits- und Leistungsdefizite, die bis zu irreversiblen gesundheitlichen Folgen führen können. Damit ließe sich zwar kein Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Mortalität herstellen, wohl aber die Wechselwirkung von Schlaf mit dem allgemeinen Gesundheitszustand. bei der Bewältigung von Albund Angstträumen (mehr dazu: Holzinger & Klösch 2013; 2017). Die Methode des Schlafcoaching ist erlernbar und wird als dreisemestriger postgradueller Zertifikatskurs an der Medizinischen Universität Wien angeboten (nähere Informationen dazu unter: www.meduniwien.ac.at/zk-schlafcoaching). Reihe Psychotherapie (November 2017), Praxis Berlin, Springer Verlag; Youngstedt SD & Kripke D; Sleep Medicine Reviews 2004; 8:159–174; Kasper S et al. Die Bedeutung von Schlaf und Traum bei psychiatrischen Störungen 5.1 Depression 5.2 Schizophrene Störungen 5.3 Manie 5.4 P… Das sind Fragen, die immer wieder in der schlafmedizinischen Praxis auftreten und Patienten und Betroffene gleichermaßen beunruhigen. In einer 2014 publizierten Studie von Crönlein et al. Im Gegensatz zu rein kognitiv-behavioralen Behandlungsansätzen wird beim Schlafcoaching versucht, den gestörten Schlaf von verschiedenen Perspektiven aus zu betrachten. Regelmäßige Zubettgeh und Aufstehzeiten wie überhaupt Regelmäßigkeiten in der Lebensführung galten schon seit jeher als einer der Gründe für ein langes, gesundes Leben. (2001) für Insomniepatienten, das mittlerweile unter dem Kürzel CBT-I (Cognitive Behavioral Therapy of Insomnia) zu einer Standardtherapie geworden ist (Wu et al. das Behandlungskonzept von Edinger et al. Morin et al., 1999; Wu et al., 2006). Unter Schlafrestriktion oder Schlafkompression (Müller u. Paterok, 2014) werden alle Maßnahmen subsumiert, mit denen Schlafzeiten gezielt verkürzt werden. Studien konnten zeigen (z.B. ; International Journal of Neuroscience 2010, 120:583–590; Sari NK et al. 2010), wodurch die therapeutische Valenz sehr eingeschränkt ist. Klassifikation von Schlafstörungen 5. ), unregelmäßige Zubettgeh- und Aufstehzeiten, Klagen über Tagesmüdigkeit und -schläftrigkeit und eine insgesamt über mehrere Wochen bestehende verminderte Schlafqualität (das Gefühl, nicht ausgeschlafen, wie „gerädert zu sein“ und dysphorischer Gemütszustand nach dem Aufwachen) vorhanden sein. Eingesetzt werden können psychologisch-verhaltenstherapeutische Behandlungskonzepte bei fast allen Patienten mit Schlafstörungen (Ausnahme: psychotische und mental gehandikapte Patienten; mit einigen methodischen Einschränkungen bei Patienten mit Epilepsien und ausgeprägten Zwangssymptomen) sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting. Altersbedingte Veränderungen des Schlafbedürfnisses und die damit verbundenen Effekte wie kürzere Schlafzeiten und ein insgesamt weniger tiefer Schlaf (auch objektiv messbar durch eine Verringerung des Tiefschlafanteiles im EEG auf <10%) werden häufig als Indiz für eine suspekte Schlafstörung gewertet. ; Sleep Medicine Reviews 2010; 14:191–203; Holzinger B & Klösch G: Schlafcoaching. CliniCum neuropsy, Sonderausgabe 2012; Lin L et al. Dies gelingt in der Regel nur unter Zuhilfenahme physiologischer Untersuchungsmethoden, die von Schlafexperten ambulant oder stationär in einem Schlaflabor durchgeführt werden. Chronobiologisch betrachtet helfen Zeitgeber aus der Umwelt, innere biologische Prozesse wie das Schlafen und Wachen, die Verdauung und die Ausschüttung von Hormonen miteinander zu synchronisieren und an die Außenwelt anzupassen. Das vierte Element des Schlafcoachings ist die Traumarbeit und der Einsatz des luziden Träumens z.B. Es fand sich ebenso Evidenz von niedriger Qualität aus vier Studien, dass Musik die subjektive Schlafqualität und -quantität verbessern könnte, aber wir konnten die Daten nicht poolen. Einleitung 1. Das eigentliche Behandlungskonzept basiert auf vier Säulen. Unregelmäßige Arbeitszeiten führen dazu, dass sich die biologischen Rhythmen nicht an die äußeren Gegebenheiten anpassen können, und dieser Zustand der Desynchronisation kann zu chronischen Einund Durchschlafproblemen führen. ; Sleep Medicine Reviews 2015; 23:54–67; Grandner MA & Drummond SPA; Sleep Medicine Reviews 2007, 11:341–360; Grandner MA et al. Wir beurteilten die Wirkung dieser Maßnahmen auf Schlaf-Endpunkte (z.B. ; J Nat Prod 2002; 65(10):1479–1485; Siegel J.; Cell 1999; 98(4):409–412; Tamakoshi A & Ohno Y; Sleep 2004; 27(1):51–54; Taylor DJ & Pruiksma KE; Int Rev Psychiatry 2014; 26(6):205–213; Wu J et al. Mit Recht sind einige Schlafforscher der Meinung, dass der Schlaf in unserer 24×7-Leistungsgesellschaft ein Imageproblem hat: Einerseits werden wir immer mehr zum Arbeiten „rund um die Uhr“ aufgefordert (Slogan: „Schlafen kann ich, wenn ich tot bin!“), auf der anderen Seite nehmen die Klagen über Schlafmangel und Schlafprobleme deutlich zu. ; European Journal of Physiology 1077; 369(2):99–109; Schumacher B et al. Die International Classification for Sleep Disorders (ICSD), herausgegeben von der American Academy of Sleep Medicine (in dritter Auflage 2014 erschienen), ist zwar das bei Weitem detaillierteste Diagnoseschema, wird aber nicht in allen schlafmedizinischen Einrichtungen verwendet. Der Schlaf 1.1 Das Schlaf-EEG 1.2 Physiologie des Schlafs 2. Wesentlich dabei ist zunächst die Abklärung von physiologischen Ursachen. Diese Problematik zeigt sich vor allem bei langjähriger Schichtarbeit (van Mark et al. Denn die Gefahr ist groß, dass durch das rasche und unkritische kolportieren von Studienergebnissen zu den Folgen von Schlafmangel übertriebene Ängste vor Schlafstörungen geschürt werden. Wu et al. Bereits in der Antike war die schlaffördernde Wirkung von Baldrian, Hopfen, Johanniskraut, Melisse und Lavendel bekannt. : Schlafstörungen bei psychiatrischen Erkrankungen. Basiswissen zu Schlafcoaching, einem integrativen psychotherapeutischen Ansatz zur nicht medikamentösen Behandlung von Schlafproblemen. Bereits sehr früh wurde die Notwendigkeit von schlafvorbereitenden Maßnahmen erkannt. der Hypnose. No. EN. 2015), dass regelmäßige Tagschlafzeiten von mehr als 60 Minuten Länge vor allem bei älteren Frauen mit einem schlechteren allgemeinen Gesundheitszustand verbunden sind und das Risiko, ein metabolisches Syndrom zu entwickeln, deutlich erhöhen. ; J Sleep Res 2015; 24(5):514–517; Cappuccio FP et al. Symptome der Schlaftrunkenheit (mangelnde zeitliche und räumliche Orientierung und dysphorische Gestimmtheit) stellen sich vor allem dann ein, wenn das Aufwachen aus einer Tiefschlafphase erfolgte. Ihr Wirkprofil unterscheidet sich jedoch deutlich von den künstlich hergestellten Hypnotika, insbesondere deren Dauer und Intensität. dieses noch verstärken. der Rückenlage). Hier zeigt sich auch das für die westlichen Industriegesellschaften typische monophasische Schlafmuster, d.h., geschlafen wird während einer Hauptschlafperiode, in der Regel zwischen 22.00 und 6.00 Uhr. Das ist mit einer der Gründe, warum das Einschlafen trotz durchwachter Nacht am frühen Morgen weniger rasch erfolgen kann als in den Abendstunden. 2010). Neben der kognitiven Umstrukturierung haben sich bei Schlafstörungen auch Methoden wie die Stimuluskontrolle, die Schlafrestriktion/Schlafkompression, die Technik des Gedankenstopps und der Grübelstuhl bewährt. ; Journal of Occupational Medicine and Toxicology 2010; doi:10.1186/1745- 6673-5-18; Morin CM et al. bei Schlaf-wach-Rhythmusstörungen), ein für den Patienten sehr forderndes und teilweise quälendes Verfahren. ; Sleep 1999, 22, 1134–1156; Müller T & Paterok B: Schlaf erfolgreich trainieren: Ein Ratgeber zur Selbsthilfe. Wir prüften die Evidenz von nicht-medikamentösen Maßnahmen (z.B. DOI: 10.1002/14651858.CD008808.pub2, Urheberrechte © 2020 The Cochrane Collaboration. Trotzdem ist Vorsicht geboten, und die Etikettierung als „natürliches Schlafmittel“ bedeutet nicht, dass es nicht auch zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann. Hierbei kommt noch hinzu, dass durch den unregelmäßigen Lebensrhythmus die innere Uhr bzw. Hierunter fallen eine Vielzahl von Techniken, die größtenteils bereits bei der Behandlung von anderen Störungen (Suchtverhalten, soziale Ängste, Phobien usw.) Fotos der Verleihungen der Ehrenmitgliedschaft. gedankliche Umstrukturierungen) mit verhaltensspezifischen Interventionen (z.B. Jahrhundert heißt es u.a., „besprenge den Schlafraum mit Weihwasser“ oder „verschließe die fünf Sinne mit dem Kreuzzeichen“, womit im Grunde nichts anderes gemeint ist, als den Schlafplatz und den eigenen Körper für den Schlaf so vorzubereiten, damit eine klare Trennung zwischen der Umtriebigkeit des Wachlebens und der geistigen und körperlichen Ruhe der Nacht gewährleistet ist. Universitätsklinik für Neurologie, Medizinische Universität Wien, Buchtipp ; Cell 1999, 98:365–376; van Mark A et al. Neben der gestalterischen Grundhaltung beruht Schlafcoaching auf der Schlafedukation und der Vermittlung von Wissen über Schlaf und bedient sich der Techniken des Schlaftrainings unter Verwendung kognitiv behavioraler Methoden, von Entspannungstechniken und der Autosuggestion bzw. International classification of sleep disorders; American Psychiatric Association (2013): Diagnostic and statistical manual of mental disorders, 5th edition. Neben jahreszeitlichen Schwankungen (in den Wintermonaten wird bis zu einer Stunde mehr geschlafen) spielen vor allem das Geschlecht (Frauen benötigen etwa 30 bis 60 Minuten mehr Schlaf als Männer) und das Lebensalter eine Rolle. Nichtmedikamentöse Maßnahmen zur Unterstützung der Anästhesieeinleitung bei Kindern, Aromatherapie gegen postoperative Übelkeit und Erbrechen, Tagebücher zur Genesung von schweren Erkrankungen, Stimulation des Akupunkturpunkts PC6 am Handgelenk, um Übelkeit und Erbrechen nach Operationen vorzubeugen, Nicht-medikamentöse Interventionen für Patienten mit Epilepsie und Lernschwäche, Unsere Evidenz zur Gesundheit - wie sie Ihnen helfen kann. Eine weitere Strategie gegen nächtliches Grübeln ist die Methode des Gedankenstopps: Sobald das Grübeln beginnt, wird z.B. Inwiefern sich hier mit Agomelatin bessere Erfolge erzielen lassen wird die Zukunft zeigen. Nicht medikamentöse Behandlungsansätze Einige grundlegende schlafphysiologische Erkenntnisse und die daraus abzuleitenden Konsequenzen bei der nicht medikamentösen Behandlung von Schlafstörungen werden in diesem Beitrag dargestellt. Durch ein gezieltes Verlernen schlafstörender und dem Erlernen schlaffördernder Verhaltensweisen soll sowohl die Schlafquantität als auch -qualität nachhaltig verbessert werden. Wir prüften die Evidenz von nicht-medikamentösen Maßnahmen (z.B. Wir danken unseren Sponsoren und Unterstützern. Literatur: Qualität und Dauer des Schlafes), Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation, Auftreten von Delirium, andere unerwünschte Ereignisse und Tod. (2015) belegen. Linguee. Dadurch können Schlafzeiten vorund rückverlagert werden (z.B. Zurzeit kommen dafür das ICD-10, DSM-V und die ICSD-3 infrage. Warme Hände und Füße sind weitere wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Einschlafen (dadurch sinkt die Körperkerntemperatur rascher ab) wie auch das Schließen der Augen, wodurch die Melatoninproduktion angeregt wird. Dies gilt u.a. Greifen können Maßnahmen der Verhaltensänderung jedoch nur dann, wenn auch ein entsprechend großer Leidensdruck und vor allem der Wille des Patienten/Klienten, etwas zu verändern, vorhanden ist. Eine Übersicht finden Sie hier. Cochrane Kompakt ist ein Gemeinschaftsprojekt von Cochrane Schweiz, Cochrane Deutschland und Cochrane Österreich. Bereits eine Nacht nicht gut geschlafen zu haben, sei es, weil das Einschlafen zu lange dauerte (länger als 30 Minuten) oder das Durchschlafen gestört war und zu häufig in der Nacht aufgewacht wurde, können zu Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, vermehrter Tagesmüdigkeit und zu einer verminderten Stresstoleranz führen. Maßnahmen zur Schlafförderung beinhalten medikamentöse Behandlungen und nicht-medikamentöse Interventionen. Allerdings spricht nicht jeder Patient auf eine Melatoninsubstitution an (Rios et al. Apparative Maßnahmen kommen vor allem bei der Behandlung von schlafbezogenen Atmungsstörungen zur Anwendung. ; Systematic Reviews 2016; doi:10.1186/s13643-016-0325-2; Besedovsky L et al. American Psychiatric Association, Arlington, VA.; Apaydin EA et al. 2002; Apaydin et al. Wer wach sein will, muss schlafen. Bei der Verwendung als Tee kann die Konzentration der Wirksubstanzen je nach Jahreszeit und Herkunft der Pflanzen unterschiedlich stark sein und sollte daher mindesten eine Woche kontinuierlich angewendet werden. Dessen ungeachtet ist es ratsam, verhaltensmodifizierende Maßnahmen immer auch mit Methoden der Motivation und Belohnung zu kombinieren. Physiologisch betrachtet ist der Einschlafprozess ein sehr komplexes Geschehen und von einer Reihe von Vorbedingungen abhängig. 2004 berichteten Youngstedt und Kripke, dass sowohl eine zu kurze (<6,5 Stunden) als auch eine Schlafzeit über 7,5 Stunden mit einer höheren Mortalitätsrate assoziiert ist. Bei Baldrian dürften vor allem die Wirkung der Baldrianlignane am Adenosinrezeptor A1 dafür verantwortlich sein, beim Johanniskraut das Hypericin und Hyperforin (wirken am GABA-Rezeptor) und beim Hopfen die Bitterstoffe am Melatoninrezeptor (Schumacher et al. nicht-medikamentöse Behandlungen) zur Verbesserung des Schlafes bei schwer kranken Erwachsenen. Anwendungen finden. ein rotes Stoppschild visualisiert und in einem nächsten Schritt durch ein beruhigendes Bild (z.B. Schlaf gemessen durch eine Maschine) war unterschiedlich: der Großteil der Studien, die die Verwendung von Ohrstöpseln und Schlafmasken betrachteten fanden keinen Nutzen, und obwohl die Ergebnisse von sechs Studien über Beatmungsarten nahelegen, dass bestimmte Beatmungsumgebungen möglicherweise Vorteile über anderen bieten, stimmten die Ergebnisse der einzelnen Studien nicht immer miteinander überein. American Academy of Sleep Medicine (2014): Diagnostic and coding manual, 3rd edition. Einige grundlegende schlafphysiologische Erkenntnisse und die daraus abzuleitenden Konsequenzen bei der nicht medikamentösen Behandlung von Schlafstörungen werden in diesem Beitrag dargestellt. Göttingen 2014, Hogrefe Verlag; Rios ERV et al. Art. Die Stimmung und Situation nach dem morgendlichen Aufwachen beeinflusst ebenfalls die Schlafqualität, insbesondere die Art und Weise, wie jemand geweckt wurde. medikamentöse und nichtmedikamentöse Maßnahmen aufzeigen, die ergriffen werden können um die Symptomatik zu lindern und auslösende Faktoren bereits im Vorfeld zu vermeiden. trotz Dunkelheit wird nicht geschlafen) buchstäblich aus dem Takt gerät. Weitere schlafhygienische Maßnahmen betreffen die körperliche Betätigung während des Tages (hilft, den Erholungswert des Schlafes zu verbessern), die Gestaltung des Schlafplatzes (sollte möglichst ruhig sein), die Raumtemperatur im Schlafzimmer (idealerweise zwischen 16 und 18 Grad Celsius) und die Ernährungsgewohnheiten (Vermeiden von aufputschenden und alkoholischen Getränken sowie der Verzicht auf üppige und kalorienreiche Mahlzeiten am Abend). Daher ist sein therapeutischer Einsatz in erster Linie bei der Behandlung von Schlafstörungen infolge rascher Zeitzonenverschiebungen (Jetlag), Schlaf-wach-Rhythmusstörungen und bei Schichtarbeitern oder älteren Patienten indiziert. In einem nächsten Schritt werden diese dann dahingehend analysiert, ob und wie sie zur Lösung eines (des) Problems beitragen bzw. ; European Journal of Physiology 2012; doi: 10.1007/s00424-011-1044-0; Crönlein T et al. wird die Korrektur dysfunktionaler Vorstellungen über den Schlaf als die effizienteste verhaltenstherapeutische Methode beschrieben. Bei der Behandlung von Schlafstörungen wird meist eine Kombination von rein kognitiven Maßnahmen (z.B. Dadurch werden tiefere Schlafstadien nicht erreicht, die wiederum notwendig sind, um den im Wachen aufgebauten Schlafdruck abzubauen. Sari et al. Die Gründe für diesen u-förmigen Zusammenhang sind nach wie vor umstritten, und da es sich bei den Studien größtenteils um epidemiologische Daten handelt, könnten Faktoren wie Vorerkrankungen und demografische Besonderheiten der untersuchten Stichproben die Studienergebnisse beeinflusst haben. Nur eine Studie untersuchte die Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation und fand keine signifikante Wirkung von Ohrstöpseln und Schlafmasken. Open menu. Wesentlich dabei ist es, die „Gestalt“ des Problems/der Schlafstörung zu erkennen und dieses vor dem Hintergrund der aktuellen Lebenssituation zu erfassen. Wir konnten die Ergebnisse von drei Studien zu Ohrstöpseln und Schlafmasken zusammenfassen und fanden heraus, dass deren Gebrauch die Stundenanzahl an Schlaf erhöhte und einem Delirium bei Erwachsenen auf einer Intensivstation vorbeugte. Trotz der nachgewiesen Erfolge ist jedoch der Verbreitungs- und Bekanntheitsgrad psychologischverhaltenstherapeutischer Behandlungskonzepte in der Schlafmedizin relativ gering, nicht zuletzt aufgrund fehlender Informationen und Schulungen. Translator. die verschiedenen Formen der zirkadianen Schlaf-wach-Rhythmusstörungen können fast ausschließlich nur ambulant (z.B. Medikamente könnten Nebenwirkungen hervorrufen, wie zum Beispiel verminderte Fähigkeit klar zu denken und negative Wirkung auf die Atmung, und sie können ebenso normale Schlafgewohnheiten beeinträchtigen und zu einem Risiko für Toleranz der Medikamente und zur Medikamentenabhängigkeit führen. Strategien zur kognitiven Umstrukturierung zielen in erster Linie darauf ab, dysfunktionale Gedanken und die daraus resultierenden Verhaltensweisen sichtbar zu machen. Neben der medikamentösen Therapie sind psychologische und physikalische Behandlungsmethoden in der Schmerztherapie von entscheidender Bedeutung. ; BMC Public Health 2015; doi:10.1186/s12889-015-1521-z; Wu R et al. Hu R-F, Jiang X-Y, Chen J, Zeng Z, Chen XY, Li Y, Huining X, Evans DJW, Wang S, Hu R, Jiang X, Chen J, Zeng Z, Chen XY, Li Y, Huining X, Evans DJW. Ähnliches gilt für das Immunsystem, das ebenfalls auf einer Art Gedächtnisleistung basiert. Keine der eingeschlossenen Studien betrachtete ökonomische Endpunkte, Risiko für posttraumatische Belastungsstörung oder Tod. Der autosuggestive Charakter solcher immer gleich bleibender Verhaltensmuster liegt auf der Hand, und über dessen Wirksamkeit existieren zahlreiche Studien (z.B. Psychologische Beratung und Schlafcoaching. B. Mittagsschlaf). Schlagzeilen in den Medien wie „Endlich wieder Schlafen können“ oder „Wie schlaflos sind die Österreicher?“ werden regelmäßig kolportiert und sorgen immer wieder für heftige Diskussionen. Die Klagen über nicht erholsamem Schlaf können verschiedene Gründe haben, situative wie auch psychisch bedingte. Das Schlafbedürfnis ist individuell sehr verschieden und darüber hinaus von zahlreichen Faktoren abhängig. : CD008808. Eine effiziente Therapie der Schlafapnoe ist nur durch eine nächtliche Ventilationstherapie mittels CPAP-Gerät möglich. Daher wurden nicht-medikamentöse Maßnahmen, wie Geräuschreduktion, Musiktherapie, alternative und komplementäre Behandlungen und soziale Unterstützung gesucht, und diese werden zur Verbesserung von Schlaf bei schwer kranken Erwachsenen empfohlen. Es müssen noch andere Kriterien wie die Häufigkeit der gestörten Nächte, das Vorliegen schlafassoziierter Phänomene (z.B. Als unterstützende Maßnahmen haben sich das Führen eines Schlaftagebuches und das Tragen eines Aktigrafen (Bewegungsmesser) oder Schlaf-Tracker bewährt. Insgesamt war die Qualität der Evidenz hinsichtlich der Wirkung der Maßnahmen auf jegliche Endpunkte niedrig oder sehr niedrig. Eines der Therapieziele ist es dann, die negativ assoziierten Stimuli (z.B. Der Schwerpunkt der folgenden Ausführungen liegt daher auf den nicht medikamentösen Behandlungsansätzen, und dies aus mehreren Gründen. A.Kobleder, freigegeben durch Cochrane Deutschland. Jedoch können wir hinsichtlich dieser Ergebnisse aufgrund von Problemen in der Studiendurchführung, nicht sicher sein. Der Langzeiteffekt, so das Ergebnis zahlreicher Studien, ist aber bei einer Kombination beider Ansätze am größten (z.B.