Im Rollstuhl sitzend dirigierte er Auszüge aus Wagners „Lohengrin“, Schuberts 9. Der 41-jährige Kanadier steckt freilich in einem so engen, längst auch seinen gesundheitlichen Tribut fordernden transatlantischen Terminkorsett wie James Levine in seinen besten Jahren in den Achtzigern, als er im Sommer zwischen den Festspielen in Salzburg und Bayreuth mit dem Helikopter geshuttelt wurde. GSA machte nach Drohungen den Weg frei – Trumps Präsidentschaft am Ende? Nach Jahren schwerer Krankheit (Nierentransplantation und Rückenoperationen) feierte der am 23. Auch beim Festival in Verbier, wo er sich um den Instrumentalnachwuchs kümmerte, musste er in den letzten Jahren stets absagen. Sinfonie und das 4. Doch es dürfte utopisch sein, sich den hinfälligen James Levine nun auch wieder an anderen Orchesterpulten vorzustellen. Die Metropolitan Opera ließ jedenfalls verlauten, dass die Levine-Nachfolge bereits in den nächsten Monaten geregelt werden soll: angesichts des Finanzlochs im aus weitgehend aus Spenden zusammengesammelten, schrumpfenden Budgets von zuletzt 310 Millionen Dollar auch eine Notwendigkeit. Nach einzigartigen 40 Jahren im Chefdirigentenamt tritt James Levine zum Saisonende ab. 1989, beim Tod Herbert von Karajans, war er so sehr auf dem Zenit, dass er sich durchaus Hoffnung auf dessen Nachfolge bei den Berliner Philharmonikern machen durfte, die er regelmäßig dirigierte. Seine anfangs von schrillen Debatten um sein Privatleben begleitete Zeit als Chefdirigent der nach Sergiu Celibidaches Tod verwaisten Münchner Philharmoniker (1999-2004) hinterließ dort keine Spuren, ebenso wenig die bereits krankheitsbedingt schwächelnden Jahre beim Boston Symphony Orchestra (2004-11). Der ließ sich huldvoll seine Operngemeinde segnend in einem eigens konstruierten Hubrollstuhl zur Applausentgegennahme emporfahren. Bereits fünf Jahre später avancierte der Liebhaber schöner Stimmen (deren Besitzerinnen liebten auch zurück) zum Chefdirigenten, der das Haus musikalisch nach seinen Wünschen und seiner Ästhetik formte und dann prägte. James Levines glücklichsten Beziehungen zu sinfonischen Klangkörpern bestanden mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, vorher schon mit dem Chicago Symphony Orchestra. New York, 07.08.2019. James Levine dürfte der einzige Dirigent sein, der (maßgeblich orchestriert von seinem im letzten Jahr gestorbenen Überagenten Ronald Wilford, genannt „The Silver Fox“) eine grandiose, von unzähligen Plattenaufnahmen begleitete Karriere aus dem Opernorchestergraben heraus gemacht hat. Mit einer zweijährigen Unterbrechung (20132015) war er dort auch langjähriger künstlerischer Leiter. Im Jahr 1964 – mit 21 Jahren – wurde er Assistent von Georges Szell beim Cleveland Symphony Orchestra. Doppelwhopper nannte man ihn damals. In New York wird es aber in nächster Zeit musikalisch wieder spannend. Dem die Met zum 40-Jahre-Jubiläum noch eine weitere 32-CD-Box mit unveröffentlichten Liveköstlichkeiten folgen ließ. Eine Lücke im Graben des von Levine gedrillten, vermutlich besten Opernorchesters der Welt darf es nicht geben. Begonnen hat diese 1971, als der 1943 geborene Sohn eines jüdischen Tanzkapellengeigers aus Cincinnati nach Lehrjahren in seiner Heimatstadt bei Walter Levin und Rudolf Serkin und einer Assistenz beim unerbittlichen George Szell in Cleveland für eine erste „Tosca“ an die Met kam. Die Metropolitan Opera teilte per Presseaussendung mit, dass ihr legendärer, 72-jähriger Chefdirigent James Levine nach unglaublichen vier Dekaden zum Ende der Saison das Amt aufgeben, dem Haus aber weiterhin als Ehrendirigent erhalten bleiben wird. New York (dpa) - Der amerikanische Stardirigent James Levine (67) trennt sich zum September vom Boston Symphony Orchestra. Damit endet an der kriselnden Metropolitan Opera mehr als nur eine jetzt schon legendäre Ära. In vier Jahrzehnten dirigierte er dort über 2.000 Vorstellungen von 75 Opern, u.a. Levine und die Met, das ist für Generationen von amerikanischen Opernfreunden eine Erfolgsformel gewesen, deren Ende freilich schon länger auch öffentlich und vernehmlich herbeigesehnt worden war. Nach Jahren schwerer Krankheit (Nierentransplantation und Rückenoperationen) feierte der am 23. September 2007 im Salle Pleyel in Paris.Foto: MIGUEL MEDINA/AFP/Getty Images. Er hat viele bedeutende Orchester der Welt dirigiert; regelmäßige Gastspiele bei den Salzburger Festspielen (1975 – 1993), Bayreuther Festspielen (1982 – 1998). Er hat berühmte Sänger am Klavier begleitet, u.a. Der sich des Titels schon sicher wähnende Fabio Luisi ist es allerdings gewiss nicht. Bereits mit 18 Jahren beendete er an der Juilliard School in New York seine Ausbildung zum Dirigenten und absolvierte auch ein Studium als Lied-Begleiter. „Es gibt keinen Dirigenten in der Operngeschichte, der das vorweisen kann, was Jim in seiner kolossalen Karriere an der Met erreicht hat“, windet ihm jetzt Peter Gelb den Lorbeerkranz. Denn nach der vielversprechenden Wahl des trotz seiner 55 Jahre international noch nicht vollends profilierten Niederländers Jaap van Zweden ab der Saison 2017/18 als Chefdirigentennachfolger von Alan Gilbert beim New York Philharmonic, wird nun auch in der im 90 Gradwinkel am Lincoln Center nebenan liegenden Metropolitan Opera wohl bald mit neuem Stöckchen klanggekocht. Die WELT als ePaper: Die vollständige Ausgabe steht Ihnen bereits am Vorabend zur Verfügung – so sind Sie immer hochaktuell informiert. Er gilt als einer der führenden Dirigenten der USA. James Lawrence Jimmy Levine [lɪˈvaɪn] (* 23. Eine Art Beben erschütterte am Donnerstag kurz vor 15 Uhr New-York-Zeit die Klassikgemeinde Amerikas. Copyright © 2000 - 2020 Epoch Times Europe GmbH, Editorial: US-Wahl-Folgen zeigen den Kampf zwischen Freiheit und Kommunismus, US-Wahl: Wenn die Anwälte Recht haben, war es ein Staatsstreich. Denn damit wird womöglich das um Besucher kämpfende 3.800-Plätze-Haus aus seiner Agonie gerissen, kann sich endlich einen neuen, frischen, hoffentlich neue Publikumsschichten motivierenden und generierenden Chefdirigenten suchen. Juni 1943 in Cincinnati, Ohio) ist ein US-amerikanischer Dirigent und Pianist, der von 1971 bis 2016 an der Metropolitan Opera als Dirigent wirkte. Bei dem großen Pianisten Rudolf Serkin hatte er Unterricht und trat im Alter von zehn Jahren zum ersten Mal als Pianist mit dem Cincinnati Symphony Orchestra auf. Mit dem Abgang von James Levine auf Raten (er wird nächste Saison die geplante „Rosenkavalier“-Premiere abgeben, aber seine alten Favoriten, Mozarts „Idomeneo“, Verdis „Nabucco“ und Rossinis „Italienerin in Algier“, in Wiederaufnahmen leiten), biegt einer der seltsamsten Musikerkarrieren in ihre Zielgerade, der Herbst des New Yorker Grabenpatriarchen hat endgültig begonnen. auch viele Erstaufführungen. Die über 2.500 Dirigate von 85 Werken des James Levine werden aber zu deren immerwährender DNA gehören. Registrieren Sie sich kostenlos und erhalten Sie auf Ihre Interessen abgestimmte Inhalte sowie unsere vielseitigen Newsletter. Star-Dirigent James Levine und das Boston Symphony Orchestra am 4. Erst kürzlich hatten seine Ärzte allerdings mit der Mitteilung überrascht, Levine medikamentös neu eingestellt und damit leistungsfähiger gemacht zu haben. Mai 2013 sein lange ersehntes Comeback. Was aber offenbar nur kurzzeitig gut ging. Seit 40 Jahren ist James Levine Chef der Metropolitan Opera New York. Klavierkonzert Beethovens mit dem 41-jährigen Evgeny Kissin als Solist. James Levine stammt aus einer sehr musikalischen Familie. Weitere Informationen: http://epaper.welt.de, Der Kurz-Link dieses Artikels lautet: https://www.welt.de/154391642. Anthony Tommasini schrieb in einem sehr langen Artikel in The New York Times von einer triumphalen Rückkehr aufs Podium. Auch der Name des ebenfalls hoffnungslos überbuchten, künftig zwischen Boston, Bayreuth und Leipzig wirkenden Andris Nelsons (37) wurde immer wieder genannt. Auch bei keinem Vorsingen und Vorspielen war er mehr dabei, um seine Kräfte für den Pultdienst zu schonen. 2004 wechselte Levine als Musikdirektor zum Boston Symphony Orchestra, wo er bis 2011 tätig war. Natürlich stehen dafür viele nominell bereit. Im Fall des 2018 von der Metropolitan Opera in New York entlassenen Dirigenten James Levine ist es US-amerikanischen Medienberichten zufolge zu einer abschließenden Einigung gekommen. 1971 wechselte er zur Metropolitan Opera in New York, wo er 1973 Chefdirigent wurde. Und Ende nächster Woche wird James Levine in einer aus den Achtzigerjahren exhumierten Inszenierung der „Entführung aus dem Serail“ mit jungen Sängern noch einmal seinen längst historisch gewordenen, aber exquisiten Mozart-Stil vorführen. Damit endet an der kriselnden Metropolitan Opera mehr als nur eine jetzt schon legendäre Ära. Obwohl dieser, nach quälenden Spielzeiten der Abwesenheit und Rekonvaleszenz, sein ihm nach wie vor auch aus den Augen ablesendes Orchester immer weniger motivieren konnte. In besseren Tagen: James Levine bei einem Konzert 2001 in Japan, Mit den Sängern Hildegard Behrens, Illeana Cotrubas und Luciano Pavarotti nach einer „Idomeneo“-Aufführung an der Met, Quelle: Ted Thai/The LIFE Picture Collection/Getty Images, Levine mit dem Regisseur Franco Zeffirelli 1981, 2002 wurde Levine vom Kennedy Center geehrt – zusammen mit Paul Simon, Elizabeth Taylor, James Earl Jones und Chita Rivera, Wo Claudio Abbado war, da wuchs die Exzellenz, „Wir Sänger sind Geiseln unserer Agenden“, Vier Tote bei Horrorunfall auf der Autobahn, In den Konzertsälen der ganzen Welt zu Hause. Seit 40 Jahren ist James Levine Chef der Metropolitan Opera New York. Doch Peter Gelb, dem allmächtigen Intendanten des berühmten Hauses, waren angesichts des ikonengleichen, immer noch für volle Vorstellungen sorgenden Status seines musikalischen Partners die Hände gebunden. Luciano Pavarotti, Jessye Norman, Christa Ludwig, Cecilia Bartoli. Zu Beginn der Konzertsaison 1999/2000 wurde James Levine zusätzlich zum Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker (nach dem Tod von Sergiu Celibidache (1912 – 1996) berufen; die Stelle war lange vakant und man hatte sich mit der Berufung von James Levine aus guten Gründen sehr schwer getan. Wer auch immer jetzt sanft Druck ausgeübt oder ihm einfach nur klug gut zugeredet hat – die aufsehenerregende Entscheidung ist gut für Levine und für uns. Die große musikalische Heimat von James Levine bleibt bis heute die Metropolitan Opera in New York. James Levine verlässt das Boston Symphony Orchestra. Hier konnte er sich als bis heute berühmtester amerikanischer Dirigent nach Leonard Bernstein behaupten. Ein heißer Favorit scheint hingegen der im für amerikanische Verhältnisse nicht weit weg liegenden Philadelphia als Orchesterchef residierende Yannick Nézet-Séguin. Der lockige, meist honigkuchenbreit lächelnde Stabdinosaurier war freilich im Zuge seiner langjährigen, ihn inzwischen an den Rollstuhl fesselnden Parkinsonerkrankung samt diverser, vorangegangener Operationen eher zu einer Art fragilem Buddha geworden. Für ein horrendes Honorar verrichtete James Levine seine Arbeit in München nur während acht Wochen im Jahr – diverse Konzerte mussten sogar abgesagt werden. Zuerst die Krankheit, dann die Epidemie: ich konnte es einfach nicht mehr aushalten, vom Podium fern zu bleiben. „Wir sind glücklich, dass er weiterhin eine aktive und vitale Rolle im Leben der Kompanie spielen wird.“. Der Genueser rangiert Met-intern gegenwärtig eher auf dem Abstellgleis. Der kranke James Levine konnte zuletzt nur noch aus einem Spezialstuhl heraus dirigieren. Mit den „Drei Tenören“ Pavarotti, Domingo und Carreras ging er auf Welttournee. Nach einzigartigen 40 Jahren im Chefdirigentenamt tritt James Levine zum Saisonende ab. Das berichtete die New York Times am Donnerstag. Doch die wählten Claudio Abbado – und in Europa war Levines cremigweicher, stets dem Schönklang verpflichteter Dirigierstil bald immer weniger gefragt. James Levine bei der Eröffnung des Tanglewood Festival 2006. Oberstes Gericht der USA kippte religiöses Versammlungsverbot zu Thanksgiving, Illegale Einwanderung, Kriege, Geschenke an China – So könnten sich die USA unter Biden verändern, Der „Great Reset“ und die Gefahr des staatlichen Eingreifens in die freie Marktwirtschaft, Dr. Pürner: „Keine außergewöhnliche Notlage“ – Impfstoffe müssen ausreichend getestet und sicher sein, Tucker Carlson: „Sie haben die Wahl vor unseren Augen manipuliert und niemand hat etwas dagegen unternommen“, Pentagon entlässt 11 Top-Verteidigungsberater | Powell reicht Klagen ein: „unwiderlegbare Beweise“, Rohdaten bestätigen: Tausende von Stimmen in 68 Sekunden umgedreht, Sidney Powell reicht Klage in Georgia und Michigan wegen „massiven Wahlbetrugs“ ein, Ex-Verfassungsrichter Kirchhof: „Schutz des Weihnachtsfests ist kein legitimes Ziel“, Biden-Laptop-Affäre: Techniker erhält Morddrohungen | US-Staat kippt Wahlbestätigung, Richterin in Pennsylvania blockiert Zertifizierung der Wahlergebnisse, Studie: Selbst ein militärisch strenger Lockdown kann COVID-19 nicht stoppen, Nena: Befinden uns in einem intensiven Aufwachprozess.