Einige Historiker – speziell in Italien – sprechen nicht vom Spätmittelalter als der Übergangepoche zwischen Mittelalter und Neuzeit, sondern betrachten die Renaissance als solche. Im Anhang findet sich außerdem ein Literaturverzeichnis, das im Gegensatz dazu jedoch leider sehr knapp ausgefallen ist. 1415 erneuerte jedoch Heinrich V. den Krieg; er vernichtete in der Schlacht von Azincourt am 25. Die meisten technischen Errungenschaften des 14. und 15. Sie stellt die Endphase des Mittelalters dar, auf welche die Frühe Neuzeit folgt. Eine kleine Stadt zählte meist rund 2500 Einwohner, eine bedeutende Stadt rund 20.000. Ludwig der Bayer und Karl IV. parsimony). Der Aufstieg des Osmanischen Reiches bis zum Fall Konstantinopels (1453) hatte die Verkehrswege nach Osten abgeschnitten, doch öffneten die Wiederentdeckung des amerikanischen Kontinents durch Kolumbus (1492) und die Umsegelung des afrikanischen Kontinents durch Vasco da Gama (1498) neue Handelsrouten. Die größten Finanziers bezahlten sogar die Kriege der Herrschenden. Mit dem Tod König Sigismunds 1437 ging die Königswürde von den Luxemburgern dauerhaft an die Habsburger über. Die rasanten Fortschritte auf dem Gebiet der Kartografie, Geografie und Navigation waren der Schlüssel zu den Entdeckungsreisen in dieser Zeit. ISBN 978-3-81190-936-5. Allerdings waren im Thronkampf von Neapel die älteren Anjou notgedrungen für Avignon, Visconti-Mailand schwankend aufgrund der Beziehungen zu Frankreich. Titelbild „Um 1500“ (c) Infoverlag Bretten. Hier ließen sich die Architekten der Renaissance von klassischen Gebäuden inspirieren, das Meisterwerk dieser Zeit war Brunelleschis Dom Santa Maria del Fiore in Florenz. Am Ende des Mitte… Soziale Erhebungen und Bürgerkriege führten in Frankreich und England zu schweren Volksaufständen (Jacquerie und Peasants’ Revolt), und zwischen diesen beiden Staaten brach der Hundertjährige Krieg aus. Und bald gab es schon die ersten Studentenunruhen: Auch wenn eine Universität der Stolz einer Stadt war, gab es doch häufig Streitigkeiten mit den in Bünden organisierten Studenten wegen zu hoher Preise für Kost und Logis und Kritik wegen zu viel Schmutz auf den Straßen oder betrügerischer Gastwirte. Jahrhundert waren 30 Kriegszüge und 70 zerstörte Städte. Das kältere Klima reduzierte die Ernten; Hungersnot, Seuchen und Bürgerkriege folgten. Der Italienzug Heinrichs VII. Gelesen wurden nur wenige anerkannte Schriftsteller der Spätantike und des frühen Mittelalters wie Boëthius, Cassiodor oder Isidor von Sevilla. kam es zu Beginn des 14. Die Städte entwickelten ein politisches Bewusstsein, sie machten sich frei von Adel und Kirche, erhoben eigene Zölle und Steuern und begründeten eine eigene Rechtsprechung. Die Kreuzzüge schufen die Voraussetzung für kulturelle und wirtschaftliche Kontakte mit Byzanz und den weiter östlich gelegenen islamischen Gebieten. Viele byzantinische Gelehrte flohen in den Westen, insbesondere nach Italien. Die stählerne Kleidermode an der Zeitenwende, Peter Bahn, Doris Frisch, Judith Fritz, Hermann Fülberth, Matthias Goll, Manfred Klöpfer, Frank Merkel, Heiko P. Wacker, Bernhard Wendel und Malte Zürn. Je nachdem welche Aspekte der Entwicklung betont werden und welche Region man jeweils betrachtet. Viele davon wurden von der Kirche wegen Ketzerei verfolgt, so beispielsweise die Waldenser, Katharer oder die Brüder und Schwestern des freien Geistes. Die breite Masse des Volkes, selbst der Adel, besaß kaum oder nur sehr geringe Bildung. Hauptsächlich dienten die Begriffe aber der Bezeichnung konkurrierender Stadtparteien. Die folgenden Hussitenkriege endeten zwar nicht mit der nationalen oder religiösen Unabhängigkeit Böhmens, aber Kirche und deutscher Einfluss wurden geschwächt. Zu einem Kampf zwischen Karl und Ludwig kam es nicht mehr, da letzterer kurz darauf verstarb. Die spanischen Herrscher begegneten dieser Herausforderung, indem sie Kolumbus’ Expedition unterstützten, der einen westlichen Seeweg nach Indien suchte – er entdeckte Amerika im selben Jahr, in dem Granada fiel. Die Regelungen und Lehrpläne der europäischen Kloster- und Kathedralschulen taten sich mit der Integration der neuen Inhalte schwer. Welche Auswirkungen hatten sie z.B. und Clemens VI.). Kurz geht er dabei auch auf die Auswirkungen der globalen Entwicklungen auf die kleine Handels- und Amtsstadt Bretten ein. B. wenn es darum ging, Preise und billigere Wegezölle zu vereinbaren. Die Nachfrage wurde durch die Entstehung von spezialisierten Märkten und Messen angekurbelt. Ockham zufolge sollte sich die Philosophie nur mit Dingen beschäftigen, über die echtes Wissen erreicht werden kann (Prinzip der Sparsamkeit, engl. amtierte nur knapp ein Jahr, und der darauffolgende Clemens V. konnte sich gegen den französischen König in vielen Fragen nicht behaupten; es war der Beginn des sogenannten Avignonesischen Papsttums. ): https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spätmittelalter&oldid=205959109, „Creative Commons Attribution/Share Alike“. (c) Jan H. Sachers/HistoFakt. Die Schweden zögerten, sich an der dänisch dominierten Union zu beteiligen, und traten nach dem Stockholmer Blutbad 1520 aus. Die Schlacht von Bannockburn beendete 1314 die englischen Versuche, Schottland zu unterwerfen, und erlaubte den Schotten die Bildung eines starken Staatswesens unter den Stuarts. Ende des 14. Der Autor, der vor allen anderen die neue Zeit ankündigte, war Dante Alighieri. Als er sich weigerte, belegte ihn Karl V. mit der Reichsacht. Schon vor dem Fall Konstantinopels 1453 war es jedoch zu einem tributpflichtigen Vasallen des Osmanischen Reichs herabgesunken, nur noch bestehend aus der Stadt Konstantinopel und einigen griechischen Enklaven. Knapp 30 Jahre darauf griff auch Kaiser Karl V. in Italien ein; es begann ein jahrzehntelanger Kampf zwischen den Häusern Valois und Habsburg um die Vorherrschaft in Europa. Eini… In Italien profitierten im 13. Das Interregnum endete erst 1273 mit der Wahl Rudolfs von Habsburg zum König. artifex – artista. Was heute gerne als Symbol patriarchalischer oder religiöser Unterdrückung gewertet wird, galt im Mittelalter und noch bis ins 20. Wandmalerei im Kraichgau Im Norden hingegen erlosch nach dem Ende der Staufer der seit der Zeit Ottos I. vorhandene Einfluss der römisch-deutschen Herrscher fast vollkommen. Die Geburtstadt Philipp Melanchthons im Kraichgau war im 15. Er unternahm 1310 einen Italienzug und wurde im Juni 1312 als erster römisch-deutscher König nach Friedrich II. Wie Boccaccio beschäftigte sich Chaucer mehr mit dem alltäglichen Leben als mit religiösen oder mythologischen Themen. „Stadtluft macht frei“ war das Motto der Zeit. Frankreich entwickelte sich unter den Kapetingern im 13. Je nach Situation nutzte man öffentliche Räume für Vorlesungen: In Italien waren es oft die Stadtplätze, in Frankreich Kreuzgänge in Kirchen und in England fanden die Vorlesungen nicht selten an Straßenecken statt. Mittelalter bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit, also etwa die Zeit zwischen dem 6. und 15. In Paris gingen die Auseinandersetzungen im Jahr 1229 so weit, dass die Universität nach dem gewaltsamen Tod mehrerer Studenten mit Umsiedlung in eine andere Stadt drohte. Ein ehrbares abendländisches Kleidungsstück: das Kopftuch Die Pest bewirkte nicht nur Bevölkerungsverlust, sondern auch Preisverfall des Getreides und der Böden. Jahrhundert. [3], Siehe auch: Geschichte Spaniens, Geschichte Italiens, Geschichte Portugals, Republik Venedig, Venezianische Kolonien, Genua, Republik Genua, Genueser Kolonien, Geschichte Pisas und Kirchenstaat. Plantagenet begann 1337 der bis 1453 andauernde Hundertjährige Krieg. und Papst Bonifatius VIII. Deren erste entwarf der Oxforder Professor John Wyclif in England. Es folgen mehrere Beiträge über Frauenbild und -rollen, heillkundige Frauen und Hebammen sowie Prostitution im Mittelalter. Byzanz war der Marktplatz, auf dem es praktisch alles gab, und Europa lernte neue Handelswaren kennen, Seidenstoffe, Gewürze, Obst und Spiegel aus Glas. Die Einheit der Kirche wurde durch das Große Schisma erschüttert. Auch Judenprogrome nahmen zu. Geradezu erstaunlich wirken jedoch die von ihnen geschaffenen komplexen Bildprogramme, die nun gerade nicht in den Kathedralen und Hauptkirchen, sondern überweiegend vergleichsweise kleinen und „provinziellen“ Gotteshäusern bzw. Die Reformationszeit liegt genaugenommen nicht mehr im Spätmittelalter, doch sie beendete die Einheit der Westkirche, die eines der wichtigsten Merkmale des Mittelalters gewesen war. Während die nördliche Kunst mehr auf Muster und Oberflächen gerichtet war, etwa die Gemälde des Jan van Eyck, erforschten italienische Maler auch Bereiche wie Anatomie und Geometrie. Europa war nun geteilt in den protestantischen Norden und den katholischen Süden, Grundlage der Religionskriege des 16. und 17. und der starken Zentralgewalt der Tudor-Monarchie. Es endete mit der Renaissance zwischen der Mitte des 15. 1492 wurden die Mauren von Granada vertrieben, die Reconquista (Rückeroberung) war damit abgeschlossen. Unzählige Unfreie, Leibeigene und verarmte Bauern zogen in die Städte, eine rege Bautätigkeit unterstützte die Entwicklung. Dirnen, Frauenhaus, freie Prostitution im Spätmittelalter zum König wählten. Der Themenbereich der Kleidung wird in zwei ganz unterschiedlichen Aufsätzen aufgegriffen: Matthias Goll schildert in aller gebotenen Kürze die Veränderungen, welche die Körperrüstung aus Metall vom 14. bis zum 16. Infolge der Glaubenskrise entstanden vermehrt Bettelorden und apostolische Gemeinden, die sich dem einfachen Leben widmen wollten. Sie führte 1429 den Dauphin Karl VII. Besonders bekannt waren zu jener Zeit die jährlichen Champagnemessen in der französischen Champagne. Heinrich versuchte, das Kaisertum in Anlehnung an die Stauferzeit zu erneuern. Städte wie Innsbruck, Frankfurt, Hamburg, Brügge, Gent und Oxford nahmen erst jetzt einen Aufschwung. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. 1477 beendet werden sollte). Diese Veränderungen förderten auch die Gründung und das Wachstum der Städte. Seit dem frühen 14. So sind die überwiegend zehn oder weniger Seiten umfassenden Beiträgen leicht zu lesen, bieten aber dennoch geballte Informationen und eignen sich gut zur ersten Beschäftigung mit der spanennden Zeit um das Jahr 1500. Die wichtigste Entwicklung in der spätmittelalterlichen Literatur war der zunehmende Gebrauch der Volkssprachen gegenüber dem Latein. Als Fazit lässt sich festhalten, dass der mit knapp 20,- Euro angesichts der Bildfülle  günstig kalkulierte Brettener Sammelband eine lohnende Investition darstellt, wenn man sich mit dem Übergang von Spätmittelalter zu früher Neuzeit einmal nicht auf dem Gebiet der großen globalen Umwälzungen, sondern dem Alltags- und Geschäftsleben, dem Wirtschaften und Arbeiten, Glauben, Feiern und auch Leiden der Menschen beschäftigen möchte. Frauen in der Medizin: Weise Frauen, Kräuterweiber Knapp, aber präzise beschreibt Peter Bahn in seinem einleitenden Aufsatz das mittelalterliche Weltbild und die Veränderungen, die um 1500 die alte Ordnung erschütterten. Obwohl Anfang des 12. Jahrhunderts andauernde Fremdherrschaft, in der nur die orthodoxe Kirche als Bezugspunkt bestehen blieb. (1310–13) stellte den letzten ernsthaften Versuch dar, den Reichsrechten in Ober- und Mittelitalien gegenüber den Kommunen, dem Papst und dem König von Neapel (siehe Robert von Anjou) wieder Geltung zu verschaffen, womit Heinrich aber, auch bedingt durch seinen frühen Tod, scheiterte. Peter Bahn hingegen widmet sich der Ehrenrettung eines heute vielfach verpönten Kleidungsstücks, dem Kopftuch. Bereits in der späten Stauferzeit hatte Frankreich im Grenzraum zum römisch-deutschen Reich eine Expansionspolitik betrieben, wobei die Intensität nach dem Tod Friedrichs II. Gleiches gilt für die Darstellung der wirtschaftlichen Leistungen mittelalterlicher Klöster und Orden oder die Ausführungen zu Festen, Musik und Tanz. Durch die Erfindung des Buchdruckes mit beweglichen, metallenen Lettern, Gutenberg 1450. Insofern hat ein deutlicher Paradigmenwechsel in der deutschen Spätmittelalterforschung stattgefunden.[1]. Am Ende der Kreuzzüge (1095–1291) war das Byzantinische Reich zu einer unbedeutenden Regionalmacht herabgesunken. Einige sehen in der Erfindung des Buchdrucks - ungefähr im Jahre 1450 - den Punkt, an dem das Mittelalter zu Ende ging. Im christlichen Heer, das im Jahr 1456 das osmanische Heer in der Schlacht bei Belgrad besiegte, befand sich auch eine große Zahl an Kroaten, die der Franziskaner Johannes von Kapistran anführte. Februar 2017. von JSachers. Dennoch hatten seine Anhänger, die Hussiten, viel größere politische Auswirkungen als die Lollarden. an unerwarteten Stellen zu finden sind. Als Spätmittelalter wird der Zeitraum der europäischen Geschichte von der Mitte des 13. bis zum Ende des 15. oder Anfang des 16. Vor allem Genua und Venedig verdankten ihren Aufstieg dem blühenden Ost-West-Handel. Schließlich trat Philipp der Gute, der mächtige Herzog von Burgund, nach der Ermordung seines Vaters durch Anhänger der Valois auf die Seite Englands, auch wenn das Bündnis einige Jahre später wieder zerbrach. Jahrhundert erlebte, um abschließend auf deren künstlerische Darstellung bei der Belagerung Brettens 1504 einzugehen. Eine wichtige Station dabei war die Verteilung von 95 Thesen an seine dozierenden Kollegen (der Legende nach soll er sie auch an die Schlosskirche zu Wittenberg genagelt haben). Zum Ende des Mittelalters erlebte die Welt einen wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Aufschwung. Die mächtigste Gemeinschaft von Handelspartnern, die von ähnlichen Interessen geleitet waren, stellte die Hanse dar. Rudolfs Nachfolger, Adolf von Nassau und Albrecht I., standen im Konflikt mit den Kurfürsten, die 1308 den Luxemburger Heinrich VII. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Das Ende des Mittelalters ist, je nach Land, zwischen dem 14. und dem 16. Die Gesamtheit dieser Ereignisse wurde oft Krise des Spätmittelalters genannt, wenngleich dieses Modell inzwischen sehr umstritten ist. Jahrhunderts bezeichnet (also ca. Jahrhunderts langsam die Küste Afrikas erforscht und 1498 fand Vasco da Gama den Seeweg nach Indien. Aus prinzipiellen Gründen wendet er sich auch gegen eine Zentralstellung der Erde und nimmt in diesem Punkt das heliozentrische Weltbild des Nikolaus Kopernikus vorweg. Die neu erwachte Geldwirtschaft war noch jung, in Oberitalien entstanden die ersten banche, die Stuben der italienischen Geldwechsler und Kreditverleiher, schließlich die großen Handelskompanien – Gesellschaften, die internationalen Handel und Produktion im großen Stil finanzierten, und dafür vom Staat oftmals besondere Privilegien und Monopole erhielten. Die gesellschaftliche Basis dieser Bewegung setzte sich aus Arbeitern, Studierenden und Jugendlichen zusammen, besonders seine Kritik von Ablasshandel und Bußwesen. Der Islam breitete sich im Zuge der Islamischen Expansion bis hinein nach Zentralasien und über die Iberische Halbinsel aus. Kurz darauf starb Bonifatius, sein Nachfolger Benedikt XI. aus dem Hause Luxemburg von vier Kurfürsten zum König gewählt. Alternative Handelswege mussten eröffnet werden – um die Südspitze Afrikas herum nach Indien und über den Atlantik nach Amerika. Familien wie die deutschen Fugger, die italienischen Medici und die de la Poles in England erreichten enorme politische und wirtschaftliche Macht. Martin Luther, ein deutscher Mönch, löste die Reformation durch seine zahlreiche theologische Fragen betreffende Position aus. Ab 1337 richtete England seine Aufmerksamkeit vorwiegend auf den Hundertjährigen Krieg mit Frankreich. erschüttert. Frauenbild und Frauenrolle im Übergang vom Mittelalter zur frühen Neuzeit Als der Papst 1377 beschloss, nach Rom zurückzukehren, wurden in Avignon und Rom unterschiedliche Päpste gewählt, mit dem Resultat des sogenannten Abendländischen Schismas (1378–1417). In England trug Geoffrey Chaucer mit seinen Canterbury Tales dazu bei, Englisch als Literatursprache zu etablieren. Die norwegische Kolonie auf Grönland ging im 15. Diese negative Bewertung betraf vor allem die deutsche Mediävistik, weil dort die Abfolge des Mittelalters in drei Stufen prägend war und man für das Spätmittelalter nicht zuletzt eine politische Krisenzeit festzustellen glaubte, eine „Verfallszeit“. Jahrhunderts auch die Universitäten: Bologna, Padua, Paris, Orléans, Montpellier, Cambridge und Oxford, um nur einige Gründungen dieser Zeit zu nennen. Die Datierungensind dabei bei weitem nicht immer einheitlich. Um 1500: Ein Weltbild zerbricht. Sowohl der Beginn als auch das Ende des Mittelalters sind Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion und werden recht unterschiedlich angesetzt. Wir wählen ein kulturelles Ereignisse, das die Aufklärung und Bildung vieler Menschen vereinfachte oder möglich machte und auch voran trieb. Sie bildeten auch Adels- und Bürgersöhne, ja sogar Leibeigene aus, ohne sie dem Ordensleben zu unterwerfen. Die Lehnsherren sorgten für einen reibungslosen Ablauf dieser Veranstaltungen, sie bewahrten den Marktfrieden und erhielten Einnahmen aus Zöllen und Handelssteuern. Das Ergebnis der Verteidigungsbemühungen der Kroaten im 15. Mittelalter bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit, also etwa die Zeit zwischen dem 6. und 15. Eine Stadt im späten Mittelalter – Bretten um 1500 Als Spätmittelalter wird der Zeitraum der europäischen Geschichte von der Mitte des 13. bis zum Ende des 15. oder Anfang des 16. Frankreich wurde nun wieder expansiv tätig: Karl VIII. Um 1300–1350 ging die Mittelalterliche Warmzeit in die folgende Kleine Eiszeit über. Im Gefolge dieser Umwälzungen – oder als ihr Wegbereiter? Fast sofort nach dem Kriegsende 1453 begannen die dynastischen Auseinandersetzungen der Rosenkriege (1455–1485). Im Norden bestand die wesentliche Entwicklung jener Jahre im enormen Wachstum des litauischen und dann polnisch-litauischen Königreichs. Die Tatsache, dass das Mittelmeer von islamischer Vorherrschaft (und damit verbundenen Zollforderungen) befreit war, förderte den Drang der Europäer, trotz geringer Erfahrung Handelsflotten aufzubauen. Italien und insbesondere Rom urteilten in dem Selbstverständnis, der alte Imperiumssitz sei der rechtmäßige Ort für den Sitz der Kirche Jesu Christi. Die inneren Konflikte der Kirche förderten den Antiklerikalismus bei Herrschern und Beherrschten und die Teilung ermöglichte Reformbewegungen mit schließlich einschneidenden Veränderungen. vergeudete den Vorteil. Viele bildungshungrige Europäer lernten arabische Mathematik, Astronomie, Medizin und Philosophie kennen, in den Bibliotheken des Orients lasen sie erstmals die griechischen Klassiker wie Aristoteles (im Mittelalter sehr häufig „der Philosoph“ genannt) im Originaltext. zur Königssalbung nach Reims. Während die Ghibellinen sich im Regelfall mehr auf den Adel stützten, wies das Guelfentum eine gewisse Nähe zum „Republikanismus“ auf und wurde von der Kirche, Frankreich und den Anjous im Kampf gegen die Herrschaft der römisch-deutschen Könige unterstützt: Im Wortgebrauch der guelfischen Florentiner war „Ghibelline“ etwa synonym mit „Alleinherrscher“. Nach dem Fall Konstantinopels standen die von ihm einst beherrschten Teile Südosteuropas fest unter türkischer Kontrolle und blieben es bis zur gescheiterten zweiten türkischen Belagerung Wiens 1683 und der Schlacht am Kahlenberg. Auch hier ließen sich interessante Fragen anschließen: Wann wurden diese Veränderungen in Deutschland spürbar? Erschienen 2016 im Infoverlag Bretten (Lindemanns Bibliothek 277). Schießpulver war den Chinesen schon lange bekannt gewesen, doch erst die Europäer erkannten sein militärisches Potenzial und konnten es zur neuzeitlichen Kolonialisierung und Weltbeherrschung nutzen. Die Gewinner waren Händler und Handwerker, Bankiers und Ratsherren, die im Schutz der sich entwickelnden Städte ein zunehmend freies, von weltlichen und kirchlichen Obrigkeiten unabhängigeres Leben führen konnten. Ab etwa dem Jahr 1000 entstanden, parallel zum Aufblühen der Städte, sogenannte Kathedralschulen. Andere Förderer des Italienischen waren Francesco Petrarca, dessen Canzoniere als erste moderne Gedichte gelten, und Giovanni Boccaccio mit seinem Decamerone. Obgleich die Einheit der Westkirche danach noch hundert Jahre andauerte und obgleich der Heilige Stuhl einen größeren Reichtum aufhäufte als jemals zuvor, hatte das Große Schisma doch irreparablen Schaden verursacht. Alle Autoren weisen umfangreiche Kenntnisse über ihren jeweiligen Gegenstand auf und vermitteln diese anschaulich und unterhaltsam. Mit dem Wachstum der erfolgreichen Handelsmetropolen entstanden ab der Mitte des 13. Das europäische Mittelalter begann in traditionellen Betrachtungen mit dem Ausklang der Völkerwanderungszeit um das Jahr 568 mit dem Einfall der Langobarden in Italien. Im 15. In Nord- und Mittelitalien entstanden die ersten Kommunalverwaltungen und wurden rasch in ganz Europa imitiert. Doch auch Papsttum und Kaisertum mussten Autorität einbüßen. Es war praktisch das Ende der Leibeigenschaft im größten Teil Europas. Die Erfindung des Buchdrucks erleichterte die Verbreitung des Geschriebenen und demokratisierte das Lernen als wichtige Voraussetzung für die spätere protestantische Kirchenreformation. Zwischen dem machtbewussten Philipp IV. Siehe einführend Ulf Dirlmeier, Gerhard Fouquet, Bernd Fuhrmann: Vgl. Obwohl sie einflussreiche Freunde in der englischen Aristokratie hatte, etwa John of Gaunt, wurde Wyclifs Partei, die Lollarden, letztendlich unterdrückt. Unter dem Schutz Friedrichs des Weisen von Sachsen konnte er sich zurückziehen und unter anderem eine vollständige Neuübersetzung des Neuen Testaments ins Deutsche anfertigen, die 1534 um eine Neuübersetzung des Alten Testaments ergänzt wurde. Jahrhundert hinziehenden Kriege um die Hegemonie in Italien und das endgültige Ende des Mittelalters in dieser Region. Die Geschichtswissenschaft konzentriert sich bei der Erfoschung dieser Phänomene gerne auf politische und wirtschaftliche Zentren wie Köln, Frankfurt am Main, Nürnberg und andere Großstädte, die naturgemäß eine Vorreiterrolle spielten und zudem meist mit einer guten Quellenlage aufwarten können. Kurz vor und nach dem Fall Konstantinopels strömten auch verstärkt byzantinische Gelehrte nach Europa (z. In den Städten entwickelten sich auch Handwerker- und Händlerzünfte, die entscheidenden Einfluss auf das Wirtschaftsleben gewannen. In Osteuropa andererseits gab es nur wenige große Städte mit einem lebendigen Bürgertum, um den Großgrundbesitzern Paroli zu bieten. Zwischen Hauswirtschaft und Fernhandel erließ daraufhin eine Bulle, die die Eigenständigkeit der Universität von Paris garantierte. Im Spätmittelalter traten in ganz Europa aus ähnlichen Gründen Judenverfolgungen auf, viele Juden wanderten nach Ostmitteleuropa aus. Das Byzantinische Reich hatte Südosteuropa politisch und kulturell über Jahrhunderte dominiert. In der neueren deutschsprachigen Forschung wird ebenfalls sehr viel differenzierter geurteilt, vor allem aufgrund neuer Forschungsansätze und neuer Quellenbefunde: Bei allen auftretenden Problemen war das Spätmittelalter geprägt von einer gestiegenen Mobilität und Internationalität, Veränderungen in diversen Lebensbereichen und schließlich dem Übergang in die Frühmoderne. Daher gelang es diesen dort, die Landbevölkerung in noch stärkere Unterdrückung zu zwingen. zum Kaiser gekrönt, starb jedoch schon im August 1313. Der mit vielen Zitaten angereicherte Aufsatz zum Thema beschränkt sich jedoch leider ausschließlich auf die Verhältnisse in Italien. Dabei ist anzumerken, dass diese Einteilung willkürlich bleibt, da das antike Wissen niemals ganz aus der europäischen Gesellschaft verschwunden war. Die in Florenz seit 1434 vorherrschende Familie der Medici förderte die Künste und wurde dadurch eine Triebkraft der Renaissance. Florenz und Venedig wuchsen durch Finanzgeschäfte und Handel zu mächtigen Stadtrepubliken heran, welche die politischen Hauptakteure in der Toskana und im Norden waren. Nach dem Scheitern der Union zwischen Schweden und Norwegen (1319–1365) wurde 1397 die skandinavische Kalmarer Union gegründet. Für viele weltliche Fürsten war die Reformation eine willkommene Gelegenheit, ihren Besitz und Einfluss zu vergrößern, auch das städtische Bürgertum und Bauern konnten von ihr profitieren. Während die gotische Kathedrale in den nordeuropäischen Ländern sehr in Mode blieb, konnte sich dieser Baustil in Italien nie recht durchsetzen. Je nachdem, wie offen die jeweiligen Gelehrten und Mäzene in den europäischen Kulturzentren der neuen Entwicklung gegenüberstanden, breitete sich die Renaissance in den europäischen Regionen unterschiedlich schnell aus. Leider bleibt der Autor die Antworten schuldig, bietet aber immerhin Anreiz zu eigenen Nachforschungen. konnte sich 1435 jedoch mit dem Herzog von Burgund einigen, wobei der König dem Herzog eine große Selbständigkeit gewährte (die erst unter Ludwig XI. die Christenheit zum Kreuzzug auf. Mit ihr wurde der Kreis der Kurfürsten, die zur Königswahl zugelassen waren, offiziell festgelegt. Lediglich in den Klosterschulen war es möglich, sich Bildung anzueignen, doch nur für jene, die bereit waren, sich dem Dienst im Orden zu verpflichten. Mit dem Aufblühen der Handelsbeziehungen folgte auch bald das Erfordernis neuer Handelsplätze und die Gründung neuer Städte an den Handels- und Transportwegen. Dieser agierte bemüht, aber letztendlich, auch aufgrund unzureichender Geldmittel, erfolglos. Die frühen Universitäten des Spätmittelalters besaßen keine festen Gebäude oder Vorlesungsräume. € 19,80. Schon lange zuvor hatte sich die Lage des „Abendlandes“ verändert. Altes und Neues existierte nebeneinander, etwa im Bereich des Handwerks, der Volksfrömmigkeit oder der Mode. 1328 folgte den in männlicher Linie ausgestorbenen Kapetingern das Haus Valois nach. Jahrhunderts waren die Engländer durch einen Abnutzungskrieg auf einige wenige Stützpunkte an der Atlantikküste und am Ärmelkanal zurückgedrängt. 1250 bis 1500). Das Erscheinen der Jeanne d’Arc (Johanna von Orleans) wendete den Kriegsverlauf jedoch zugunsten Frankreichs. Im Jahr 1519 bezeichnete Papst Leo X. die Kroaten anerkennend als Antemurale Christianitatis (lat. Er übersetzte auch die Bibel ins Englische. Das 14. Siehe auch: Geschichte Skandinaviens, Geschichte Dänemarks, Geschichte Norwegens und Geschichte Schwedens. Der Beginn vom Ende, sozusagen. All diese Entwicklungen markieren das Ende des Mittelalters und den Beginn der Neuzeit. Titelbild „Um 1500“ (c) Infoverlag Bretten. Randschlag, Bosse, Ehrenzeichen: Steine prägen Gebäude Das Spätmittelalter wurde in der älteren Forschung aufgrund von bestimmten Erscheinungen in Kunst und Kultur, Agrarproblemen sowie politischen Veränderungen im römisch-deutschen Reich oft als Krisenzeit betrachtet. Die umwälzende Wirkung folgte nicht aus den Erfindungen selbst, sondern aus ihrer Verwendung. Sie endeten mit der Thronfolge Heinrichs VII. Wir verbinden das Ende des Mittelalters mit der Eroberung Konstantinopels (Byzanz) durch die Türken im Jahr 1453 oder auch mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492. Dies markierte den Beginn der sich bis ins 16. Heutige Millionenstädte wie London und Genua brachten es auf 50.000 Einwohner. Nach Auseinandersetzungen mit dem König von Böhmen, Přemysl Ottokar II., den Rudolf in der Schlacht auf dem Marchfeld am 26. Papst Gregor IX. Allerdings erfolgten all diese Veränderungen nicht von heute auf morgen, nicht einmal innerhalb einer Generation, und viele Aspekte des Lebens blieben noch lange Zeit unberührt. Die Wiederentdeckung der Texte des alten Griechenlands und Roms führten zur Renaissance, der „Wiedergeburt“ des antiken Geisteslebens. Jahrhundert lokale Machthaber der Guelfen und Ghibellinen vom Rückgang der Reichsherrschaft. Jahrhundert angesiedelt und somit der Übergang in die Neuzeit. Mai 1291 nahmen moslemische Armeen Akkon, die letzte christliche Festung im Heiligen Land, ein. Hier wären einige weiterführende Titel sowie wiederum solche mit stärkerem Lokalbezug wünschenswert gewesen. Zwar werden z.B. Das Reich blieb zersplittert und große Teile der realen Macht lagen bei den weltlichen und geistlichen Territorialherren sowie im Norden bei der Hanse. Besonders kritisch äußert sich über die Scholastiker Nikolaus von Kues. „Bollwerk der Christenheit“, wörtlich „Vormauer“), weil sie gegen die Ausbreitung des Osmanischen Reiches gen Europa Widerstand leisteten. Erst später mieteten erfolgreiche Lehrer, die von ihren Studenten direkt je Vorlesung bezahlt wurden, Räumlichkeiten für ihre Vorlesungen. Jahrhunderts waren nicht europäischen Ursprungs, sondern stammten aus China oder Arabien. Nachdem das christliche Heer von den Türken in der Schlacht bei Mohács im Jahre 1526 aufgerieben worden war, kam auch das Königreich Ungarn unter osmanische Fremdherrschaft, und die Osmanen bedrohten nunmehr auch das übrige Europa. Siehe auch: Geschichte Bulgariens, Geschichte Kroatiens, Geschichte Griechenlands, Geschichte Polens, Geschichte Litauens und Geschichte Russlands. Die in Teilen, aber keineswegs insgesamt herrschende apokalyptische Stimmung führte vielfach zum Wunsch der direkten Gotteserfahrung. Die wichtigsten Ereignisse waren die Große Hungersnot 1315–1317, der Schwarze Tod, und der Hundertjährige Krieg.